30 tage ohne beschweren: warum jetzt?

ok hand aufs herz. ich muss zugeben, dass ich es bereits zwei male versucht habe, für 30 tage ohne beschweren auszukommen. beide male bin ich bereits nach wenigen tagen in gewohnte muster zurückgefallen, ja hatte sogar das dringende bedürfnis meinem groll und kummer luft zu machen. bei meinem zweiten versuch holte ich mir sogar einen freund an meine seite und wir versuchten es zusammen, beschwerdefrei zu bleiben.

nach einer weile schlich sich ein muster ein. wir sagten häufig dinge mit dem zusatz: „ich will mich nicht beschweren, aber…“ oder „ja aber eigentlich ist das ja auch ok“. schnell hatten wir  beide gemerkt, dass die energie hinter unseren aussagen sehr wohl dazu da waren, um unseren unmut über situationen, menschen, was auch immer auszudrücken. unsere challenge wurde zum running gag und wir fingen an mit den oben genannten phrasen zu spielen, immer wieder uns gegenseitig zu zeigen, wie viel unserer unterhaltungen eigentlich davon getrieben waren, irgendwelche unzulänglichkeiten auszurollen und unsere unzufriedenheit zu kultivieren.

wozu das alles gut war

man könnte also schnell zu dem fazit kommen, dass ich und wir bei beiden versuchen kläglich gescheitert sind. dass wir es nicht geschafft haben, trotz fokus ein kleines detail in unserem leben zu ändern. aber ist das wirklich so?

die antwort auf diese frage hängt, denke ich, ganz davon ab, was genau man sich persönlich von einer challenge erhofft.

ich möchte dich dazu ermutigen, die challenge als eine übung zu sehen. eine übung, die den fokus auf ein bestimmtes vorhaben lenkt. die dir den raum und die konzentration auf diesen aspekt schenken kann.

30 tage sich einem vorhaben zu verschreiben, ist eine genauso lang andauernde meditation, welche es dir ermöglicht, dich zu beobachten. zu fokussieren. auf dein vorhaben. auf die positiven gedanken, die positive energie hinter deiner intention.

bleibe bei dieser positivität. bleibe leicht und gelassen. und wenn du merkst, dass du vielleicht wie ich anfängst um den kern deines vorhabens ausflüchte zu bauen (bei meinem freund und mir waren es die oben genannten nebensätze), dann beginne dich dabei zu ertappen und weiter zu erforschen. du betrittst mit dieser challenge warhscheinlich neues terrain. wie solltest du bei deinen ersten versuchen perfekt sein? und wie langweilig wären die restlichen 29 tage, wenn du schon ab dem ersten tag nicht mehr wachsen kannst? trust the process!

 

 

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