politisches kochen!?

begriffe wie globale ernährungs(un)sicherheiten, wegwerfgesellschaft, pflanzen als biodiesel, gensaatgut- diese liste ließe sich nahezu unendlich weiter führen- stehen für tief greifende problematiken, wenn es um etwas geht, was lebenswichtig für uns ist: essen.

ihre vielzahl und die mit den begriffen verbundenen problematiken zeigen, dass die missstände groß sind. und zugegeben. schnell können diese großen themenfelder lähmend wirken. vielleicht sogar in verzweifelung münden. vielleicht aber auch in der frage: was kann ich da eigentlich tun? kann ich als einzelner überhaupt diese logiken durchbrechen? die antwort darauf lautet: ja.

in diesem beitrag möchte ich ein paar kosntruktive möglichkeiten vorstellen, auf kreative weise einen beitrag dazu zuleisten, den problematiken zu begegnen.

neue formen des kochens entdecken

es gibt bereits eine reihe an praktiken, welche implizit globale ernährungsprobleme aufgreifen. daraus lassen sich drei prinzipien ableiten, welche schnell einfach umzusetzen sind:

  1. benutze gerettetes, das heißt von läden bereits abgeschriebenes essen zum kochen.
  2. teile dein essen mit anderen.
  3. benutze öffentliche räume zum kochen und essen.

kochen mit gerettetem essen

die wohl bekannteste und zugleich recht radikale form des lebensmittel rettens  ist das containern. bedeutet, dass essenscontainer von supermärkten nach noch guten  lebensmitteln durchsucht werden. diese praxis ist erschreckend ergiebig, allerdings leider auch verboten.

als antwort auf das verbot und die zugleich horrenden mengen, die  ein supermarkt, eine bäckerei oder ein bioladen jeden tag wegwirft, gibt es inzwischen legale möglichkleiten, essen zu retten. manchmal reicht schon ein freundliches nachfragen, zum beispiel am marktstand. ansonsten kann man sich  auch dem netzwerk foodsharing anschließen.

IMG_3555kochen für mehr menschen als dich

kochen ist sozial. nicht nur aus diesem gesichtspunkt macht es einfach nur sinn, sich zum gemeinsamen kochen und essen zu treffen. zusammen kochen spart zeit und ressourcen (energie, verpackung, …).

außerdem: wenn du mit gerettetem essen kochst, sind die mengen fast immer ehr so groß, dass du mehrere münder brauchst, um das ganze essen zu verwerten.

kochen im öffentlichen raum

sich den öffentlichen raum anzueignen, um auf bestimmte themen aufmerksam zu machen, ist eine altbewährte form des protests. warum also nicht einfach das thema essen an zentrale plätze bringen und auf diese weise den öffentlichen raum politisieren? ob du eine mobile küche baust oder einfach smoothies aus grettetem obst  verteilst – du zeigst, dass es alternativen zu den bestehenden logiken rund um essen gibt. du vermittelst spaß und weckst neugierde. und vor allem – das garatiere ich dir – macht es dir selber eine menge spaß.

 

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