Das Yoga der Zwischentöne – warum wir uns fragen sollten, ob „unser“ Yogaland wirklich für alle ist und wen wir ausschließen

Immer dann, wenn etwas nur toll oder nur scheiße ist, ist es doch meistens so, dass es im Guten immer auch etwas schlechtes liegt und umgekehrt. Für die Yogaszene trifft zur Zeit eher Ersteres zu: Lange übertrumpften sich die Menschen gegenseitig mit Erzählungen darüber, wie positiv & erlösend die Auswirkungen sind, die eie regelmäßige Yogaraxis auf sie hat.

Vor einigen Jahren gab es einen ersten Bruch im bis dato cleanen Image von Yoga: Es wurden die ersten Fälle bekannt, bei denen sich Menschen durch Yoga verletzt hatten. In diesem Zuge erhielt zum Beispiel eine Verletzung, die durch zu exzessives Dehnen der Beinrückseiten entsteht und daher äußerst häufig bei Yoginis und Yogis auftrat, den Namen Yogabutt.

Geschenkt, würde ich sagen. Denn so exzessiv, egozentriert und unwissend, wie Yoga geübt wurde und wird – klar, dass Menschen sich irgendwann verletzen. Nicht ganz so klar, dennoch meiner Ansicht nach weniger falsch, dass Asana (so werden die Körperhaltungen im Yoga genannt) kein heiliger Gral der körperlichen Ertüchtigung ist. Hiefür reicht es, sich näher damit auseinander zu setzen, wo die heutige Asanapraxis ihren eigentlichen Ursprung hat.

Gleichzeitig hört man häufig: Yoga sei so viel mehr, als bloße körperliche Ertüchtigung. Ja, voll! Dennoch ist dies kein zwingdendes Argument dafür, dass sich nicht auch in dem drumrum um „Yoga“ (also alles, was nicht Asana ist) blinde Flecken geben kann. Gibt es die denn?

Um dies herauszufinden habe, ich genauer hingehört. Verschiedenen Menschen in unterschiedlichen Situationen. Habe auf die Zwischentöne geachtet.

Das Ergebnis ist eine Sammlung von Beobachtungen, Erlebnissen und Gesprächen, die ich mit oder über Yoga hatte. Vielleicht hörst du sie auch, diese Zwischentöne. Lauter oder leiser oder ganz anders. Vielleicht sind sie auch – wie für mich – ein call to action!

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